Festivalbericht zum Reload Festival 2011

 

Mitten im Niemandsland lässt sich gut rocken. Das haben andere Festivals bereits seit Jahren unter Beweis gestellt und auch das Reload Festival möchte sich längerfristig am Markt platzieren. Dafür sollte man sich in Sachen Organisation aber noch die eine oder andere Anregung seitens der Besucher zu Herzen nehmen, denn zumindest das Personal rund um das Gelände hätte man durchaus „briefen“ können wie man so schön neudeutsch sagt. Auf dem Gelände sieht es zum Glück deutlich besser aus. Das Areal ist weitläufig, kulinarisch wird genügend Abwechslung zu humanen Preisen geboten (siehe Kasten) und der Bühnenplan wird straff durchgezogen und kommt ohne Verspätungen aus – hier hat man seine Hausaufgaben zweifellos gemacht.

 

Was kostet die Welt?


Bier 0,3 – 3 Euro

Softdrinks 0,3 – 2,50 Euro

Kaffee / Kakao – 2,50 Euro

Energydrink 0,5 – 3,50 Euro

Pommes – 2 Euro

Bratwurst – 2 Euro

Currywurst – 2,50 Euro

Pizza (frisch zubereitet) – 4,50 Euro

Fischbrötchen – 2,50 Euro


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Samstag:

 

Somit rein ins Vergnügen am Samstagnachmittag. Der Vortag gehörte noch unter anderem Hatebreed, Terror und den Emil Bulls, die s2m-Crew schlägt aber aus arbeitstechnischen Gründen erst am zweiten Tag in Sulingen auf. So kommt es dass sich die ersten Bands bereits verdingt haben, als THE GHOST INSIDE mit „Chrono“ und der jüngsten Hit-Auskopplung „Unspoken“ auf Seelenfang gehen. Dabei hinterlassen die bemühten Kalifornier einen guten Eindruck, wofür sie sich gegen Ende über einige gen Himmel gereckte Hände freuen dürfen. Danach ist der musikalische Sprung zu DEEZ NUTS nicht mehr all zu groß, die ihren Hardcore mit einer Priese Punk und der einen oder anderen Rap-Einlage würzen. Schade für die Fans, dass die Herren ihre Spielzeit nicht voll ausnutzen. Das passiert den Hamburger Sympathen 4LYN sicher nicht, denn die wissen genau wie man die Kids bei Laune hält. „Wenn man will, dass ihr abgeht, muss man nur die ersten Platte spielen“, stellt Sänger Ron schon früh fest und liegt damit goldrichtig, was das folgende „Whoo!“ und vor allem die Reaktionen beweisen. Sogleich fliegen die Leiber durch das vernieselte, kalte Sulingen und die Band fragt wenig später die Ordnungskräfte im Graben warum sie eigentlich noch mit dem Gartenschlauch hantieren und die Leute zusätzlich duscht – gute Frage! Als Hansestädter macht einem dieses Wetter natürlich mal überhaupt nix aus und auch die Kids halten tapfer durch, was gegen Ende mit dem 2002er Megahit „Pearls & Beauty“ artig belohnt wird, der leider klangtechnisch ziemlich vom Winde verweht wird. Spaß macht die „most famous band you’ve never heard of“ trotzdem, nicht nur mit dem Outro „In Hamburg sagt man Tschüss“. Das neue Album und die Tour können jedenfalls kommen. THE BONES sind danach an der Reihe und unterstreichen, dass Rock N Roll immer geht und Bewegung in jedes Publikum bringt. Dabei macht es den schwedischen Social Distortion-Fans überhaupt nichts aus gegen den Regen anzuspielen, denn wer sich zum Beispiel „Beef Bonanza“ als Künstlername verpasst hat, den bringt man so leicht nicht aus der Fassung. Noch schnell nach dem Pegelstand der Anwesenden gefragt und weiter geht’s. So geht Rock N Roll.

 

Es ist schon fast dunkel und mittlerweile eiskalt, als ILL NINO empfangen werden und sich anschicken, ihren Platz als Co-Headliner nicht nur zu untermauern, sondern sogar beweisen, auch für Höheres bestimmt zu sein. Die Latino Metaller erweisen sich als eine regelrechte Naturgewalt aus Dreadlocks und Strobo-Lichteffekten und legen eine unbändige Power an den Tag, die man erst einmal verarbeiten muss. Keine Sekunde hält die Band still, man hat das Gefühl einem Ameisenhaufen zuzusehen, während „My Resurrection“, „This is War“, „The Alibi of Tyrants“, „Bleed like you“  und „God is for the Dead“ aus der PA donnern. Das Highlight des Tages. Dafür wurden eigentlich LIMP BIZKIT eingekauft, die sicherlich die meisten Zuschauer auf das Reload Festival gelockt haben, mit ihrer sehr einstudierten Show aber trotzdem ein paar Fragen offen lassen. Zum Beispiel wie groß die Egos von Fred Durst und Wes Borland sind, wenn den beiden kreativen Köpfen fast die komplette Bühne überlassen wird, während sich die restlichen Bandmitglieder teils weit im Hintergrund, teils am äußersten Bühnenrand verstecken? Oder warum Mr. Durst sich fast durchgängig vom Band gesanglich unter die Arme greifen lässt? Oder warum er dann nicht wenigstens so konsequent ist die einzige Rap-freie Nummer des Abends („Behind Blue Eyes“) ebenfalls mit doppeltem Boden zu spielen, was ihm angesichts seiner schrägen Darbietung ein paar Peinlichkeiten erspart hätte. Umso erstaunlicher, dass die Fans ihre Helden trotzdem abfeiern und zu „My Generation“ sogar mit einem Bengalo für optische Akzente sorgen. Aber wer mag es ihnen verdenken? Limp Bizkit gehen schließlich überhaupt kein Risiko ein, sondern geben dem Pöbel wonach er verlangt und das sind Old-School-Kracher der Extraklasse! „Das waren noch Zeiten, das waren noch Gassenhauer“ scheint sich der komplette, erstmals an diesem Tag richtig volle Vorplatz zu denken und lässt sich auch davon nicht vom Feiern abhalten, dass Rotkäppchen offenbar nicht ganz Herr seiner Sinne ist und hin und wieder ziemlich sinnlosen Stuss vom Stapel lässt. Den Fans ist’s fürwahr scheißegal, einzelne Anhänger werden sogar zwischendurch auf die Bühne geholt und machen dort Fotos mit dem Frontmann für’s Familienalbum. Das interessantere Motiv wäre allerdings Gitarren-Rückkehrer Wes Borland gewesen, der im Gegensatz zu seinem Kollegen nicht mehr wie anno 2001 ausschaut, sondern sich für diese Tour wieder ein überaus extravagantes Outfit hat einfallen lassen. Diesmal fiel die Wahl auf eine Art beleuchteten Taucherhelm und eine Jacke mit Fellkragen, dazu die übliche Gesichtsbemalung, die jeder Black Metal Truppe zur Ehre gereichen würde. Musikalisch setzt es für 70 Minuten (und damit 20 Minuten weniger als angekündigt) ein Hitfeuerwerk von „Hot Dog“, über „Nookie“ bis „My Way“ und den unvermeidlichen „Rollin’“ und „Take a look around“, die wirklich ordentlich Arsch treten. Vom neuen Album, das direkt nach dem Festival auf Platz 1 in die Charts stürmen soll, verirren sich nur das gelungene „Gold Cobra“ und das wirklich miese „Douche Bag“ (quasi ein Höhepunkt und ein Tiefpunkt der neuen Scheibe) ins deutlich zu kurz geratene Set, das zwischendurch von immer wieder eingeschobenen Kirmesmelodien wie „Axel F.“, „Seven Nation Army“ und dem „Ententanz“ (!) zusammengehalten wird. Ergibt unterm Strich eigentlich ne schmissige Retro-Party, die allerdings ob der eingangs erwähnten Unzulänglichkeiten einen faden Beigeschmack hinterlässt.

 

 

Sonntag:

 

Zur Morgenstunde suchen YOUR COLORFUL BLACK EYES nach Abnehmern für das eigenwilligste Shirtmotiv des Festivals, bevor der Tag im Handumdrehen irgendwie nach Guinness schmeckt. Ach so, MR. IRISH BASTARD aus Münster sind in der Stadt und versuchen die noch verschlafenen und etwas lichten Reihen mit ihrem irischen Folklore Punk zum tanzen zu bringen. Wer jetzt schon auf den Beinen ist hat auch Bock und lässt sich ruckzuck von der Band mitreißen. Die lädt alle Frühaufsteher für nach der Show zum Merch-Stand ein, wo man in Aussicht stellt „einer Band dabei zuzusehen wie sie sich sinnungslos besäuft“ – „das ist wie Laborratten zugucken“, flachst Sänger The Irish Bastard. Überhaupt sind die Bastarde richtig gut drauf und treten mit ihrem 2-Sekunden Drumsolo eine regelrechte Solo-Bewegung los, sodass u.a. Banjo und Flöte nachziehen müssen. „Genug, ihr wollt uns doch verarschen“ lautet kurz darauf die gespielt empörte Antwort. Nach „Last Pint“ und dem finalen Abgang ist dann tatsächlich einiges los am Verkaufsstand der Band, die an diesem Tag wohl einige neue Freunde gefunden hat. Auch FOZZYs Shirts kommen gut an, das „Lady Gaga must be destroyed“ Motiv entwickelt sich sogar zu einem kleinen Verkaufsschlager und wird später am Tag noch mehrfach auf dem Gelände gesichtet. Was nicht überraschend ist, denn die Amis legen eine einwandfreie Performance auf’s Pakett (sieht man von Mikrofonausfällen einmal ab), auch wenn der Zuschauerzuspruch der hyperaktiven Darbietung bei weitem nicht gerecht wird. Während Rich Ward (auch Stuck Mojo und neuerdings The Adrenaline Mob) an der Gitarren wie immer das Duracell-Häschen gibt und für jeden ein strahlendes Lächeln parat hat, fliegen vor allem dem kanadischen Frontmann und WWE-Star Chris Jericho die Herzen reihenweise zu. Die „Y2J“-Sprechchöre, die sich an die Sportlerkarriere des muskulösen Blondschopfs anlehnen, sind jedenfalls nicht zu überhören. Natürlich hat der Wrestler mit seinen unzähligen Jahren im Showgeschäft auch die Rockstarposen drauf und weiß sich stets gekonnt in Szene zu setzen, ob nun beim stolzieren auf der Bühne oder im „Nahkampf“ mit den Fans im Fotograben. „God pounds his Nails“, „Pray for Blood“ und „Enemy“ heißen die Highlights einer Truppe, die um Europa bisher leider immer einen großen Bogen gemacht hat. Hoffentlich ist die laufende Tour nur der Anfang, es ist aber davon auszugehen, dass nicht nur die Fans Lunte gerochen haben.

 


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Im Anschluss sorgen LUXUSLÄRM für den größten Stilbruch im gesamten Festivalbilling. Der deutschsprachige Alternative Rock mit ganz viel Pop steht im krassen Gegensatz zu harten Riffs, Breakdowns und fetten Grooves. Und: Wird überraschend offen empfangen. Da sage noch mal einer Rocker und Metaller seien nicht tolerant. Genau genommen ist bei Luxuslärm sogar mehr vor der Bühne los als bei allen anderen Bands des bisherigen Tages, obwohl sich einige Langhaarige zurückgezogen haben. Sängerin Janine Meyer strahlt trotz Außenseiterrolle wie ein wasserstoffblondes Honigkuchenpferd und kündigt ihre Band als die „Entspannungsmusik“ des Festivals an, was auf „1000 km bis zum Meer“, „Unsterblich“, „Sag es wie es ist“ und das tanzbare „Nichts ist zu spät“ uneingeschränkt zutrifft. Deutlich kantiger, weil kritischer und pathetischer kommt WIRTZ daher. Der Sub7even Sänger aus dem Dunstkreis von Stephan Weidner hat sich bei seinem Freund dem Deutschrock-Urgestein unbestritten das eine oder andere abgeschaut. Mit Erfolg, immerhin konnte „Erdling“ sich bis auf Platz 44 in die Albumcharts vorkämpfen. Heute nutzt Wirtz vor allem die Chance schon mal auf das kommende Album „Akustik Voodoo“ hinzuweisen, das im August erscheint. Insgesamt kommt Daniel Wirtz zwar etwas zu gewollt und mit seinen Ansagen überambitioniert rüber, Songs wie die Debütsingle „Ne Weile her“ finden aber trotzdem ihre Zielgruppe. Selbige wird deutlich männlicher und mattenlastiger als SOILWORK die Bretter entern. Wie bei einigen anderen Bands fällt auch hier das Mikrofon immer mal wieder aus (die PA-Krankheit des Festivals) oder ist zu leise, was die Schweden mit scharfen Riffs und feinen Keyboards meistens kompensieren können. Schade sind diese Aussetzer vor allem, wenn Björn „Speed“ Strid zu seinem markanten Klargesang ansetzt, was die eigentliche Eingängigkeit der Melodic Deather etwas verschleiert. Die Hymne „As we speak“ von „Natural Born Chaos“ geht trotzdem steil, was für die ersten größeren Circles des Tages sorgt. Das mächtige „Nerve“ setzt zum Abschluss noch einen drauf und bringt noch einmal richtig Bewegung in die Meute. „Two Lifes worth of Reckoning“ und „Late for the Kill, early for the Slaughter” vom aktuellen Album fügen sich zwischendurch übrigens wunderbar ins Set ein, sodass Soilwork einige stählerne Herzen zufliegen. Speed, der mit rauem Ton durch’s Programm führt, freut sich da zu Recht mit einem schelmischen Grinsen.

 

Der Spaß hört kurz darauf schlagartig auf, als die NYHC-Legende AGNOSTIC FRONT die Bretter stürmt und mit der imaginären Brechstange in der Hand nach Zuwendung verlangt. Besonders Gitarrist Vinnie Stigma hat den Wahnsinn im Blick und sieht zwischendurch so aus als würde er kleine Kinder fressen. Der perfekte Rahmen also für eine old-schoolige, kompromisslose Hardcore-Sause, bei der die Musiker über die Bühne streunen wie Straßenhunde, die durch ihre Revier streifen. Stillstand ist ausverkauft – zumindest auf der Bühne. Davor hält man sich wiedererwartend zurück. Zwar sind ein paar Die-Hard-Fans dabei, die ordentlich in Wallung sind, ein großer Teil der Zuschauer bleibt aber statisch und lässt die Band ziemlich im Stich. Ob das Publikum zu bunt ist? Oder sich die fast 3 Tage Festival langsam bemerkbar machen? Schwer zu sagen, an Roger Miret und Co. liegt es jedenfalls nicht, denn die mühen sich mit „Crucified“, „Addiction“, „Friend or Foe“, dem eingängigen „Gotta Go“, „For my Family“ und „My Life my Way“ (alle drei vom aktuellen Longplayer) redlich. Blöd gelaufen, zumal man am Ende auch noch eine Viertelstunde zu früh zum duschen geht. Dass doch immer noch Reserven vorhanden sind, zeigt sich beim Tages- und Festivalabschluss durch PAPA ROACH. Vielleicht hat man sich zuvor nur für diese letzte Ölung ausgeruht, jedenfalls gibt Sulingen bei dem Quartett aus Sacramento noch mal ordentlich Gas. Und das liegt nicht an den Ordnern im Graben, die die Fans mit selbst gemalten Schildern mit der Aufschrift „Surfen!“ zum Crowdsurfen bewegen wollen (was diese ohnehin zu Genüge tun), sondern einfach an den Live-Qualitäten der Schaben. Die Setlist ist zwar für Papa Roach-Verhältnisse noch ausbaufähig, es fehlt u.a. die aktuelle Single „No matter what“, aber die Standards wie „Scars“, „Time is running out“, „Broken Home“ und „Getting away with Murder“ treffen nichtsdestotrotz ins Schwarze. Freuen dürfen sich die Reloader über das eher selten gespielte „Born with nothing, die with everything“, „Dead Cell“ hingegen wäre verzichtbar gewesen. Immerhin stimmt durchgehend das Energielevel auf und vor der Bühne, es wird gehüpft, gesungen und auch mal auf Kommando aus der Hocke zum Pogo angesetzt. Da kann man schon mal darüber hinweg sehen, dass Jacoby Shaddix sich artig aber unpassend für diese gelungene, vorerst letzte Deutschlandshow verabschiedet. Saarbrücken, wo eine Woche später noch ein Konzert gebucht ist, haben sich wohl heimlich die Franzosen unter den Nagel gerissen.

 


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Top:


- Soilwork, Ill Nino und Fozzy räumen ab

- Papa Roach (Show)

- Der Hitfaktor bei Limp Bizkit

- Verhältnismäßig günstige Verpflegung

- Die leckere frische Pizza

 

Flop:

 

- Kälte, Wind und Nieselregen

- Die seltsame Darbietung von Limp Bizkit

- Mäßige Setlist von Papa Roach

- Der Kerl, der bei Limp Bizkit im „Anti Hip Hop Alliance“ Hoodie steil gegangen ist (WTF!)

- An zwei Getränkeständen werden allen ernstes die Eiswürfel mit den dreckigen (Wechselgeld-)Fingern in die Becher verteilt, ekelhaft.

- Soundprobleme (Mikrofon) bei diversen Bands


Nach diesem gelungenen Festivalabschluss melden sich dennoch einige kritische Stimmen, die monieren, dass keiner der Headliner (Papa Roach eingeschlossen) seine Spielzeit von 90 Minuten ausgereizt hat. Zumindest aber hat am letzten Festivaltag Petrus ein Einsehen und lässt die Schleusen geschlossen, was den fiesen Wind allerdings auch nicht vergessen machen kann. Den Veranstaltern sei noch zu raten im kommenden Jahr in Sachen Organisation vor Ort an Sorgfalt zuzulegen, nicht nur im Sinne der Pressevertreter, deren karger Bereich sich irgendwo auf dem Parkplatz (!), gute 10 Minuten von der Bühne entfernt befindet. Mit dem Programm ist man hingegen auf einem guten Weg, was das Reload Festival zu einer ernst zu nehmenden Alternative zu den überlaufenen Großkonkurrenten macht.

 

Markus Rutten – www.sounds2move.de

 

 

Link: www.reload-festival.de

 

Setlisten:

Limp Bizkit:

 

1.Hot Dog

2.Why Try

3.My Generation

4.Livin' It Up

5.My Way

6.Douche Bag 

7.Nookie

8.Break Stuff 

9.Behind Blue Eyes (The Who cover)

10.Gold Cobra

11.Take a Look Around

12.Faith (George Michael cover)

13.Rollin' (Air Raid Vehicle)

 

Ill Nino:

 

My Resurrection

If you still hate me

This is War

God save us

When it cuts

God is for the Dead

I am Loco

Te Amo… I hate you

Bleed like you

Alibi of Tyrants

Corazon of mine

Lifeless… Life

What comes around

How can I live

Liar

 

 

Luxuslärm:

 

Solange es noch geht

Sag es wie es ist

Nichts ist zu spät

Du weißt nicht wie das ist

Unsterblich

Wirf den ersten Stein

1.000 km bis zum Meer

Leb deine Träume