4-Corner-Interview mit Vertretern der Bands CORWEN, CROWN OF GLORY, MOTU PROPRIO und ARISE zur schweizer Samplerreihe "Heavy Metal Nation" (Teil 2)

sounds2move: Neben der Musik, welcher Arbeit geht ihr nach um euer täglich Brot zu verdienen?

Cédric: Ich arbeite momentan in einem Tonstudio, Dex arbeitet als Telefonist, und Michi besucht die Kunstschule Basel

Heinz: Markus arbeitet als Schreiner, Hungi ist Servicetechniker, Merz und Phil arbeiten als Elektromonteure, Ursi bei einer Versicherung und ich bin Staatsangestellter.

Norman: Auch wir sind nur stinknormale Leute. Einer ist Mechaniker, der andere Fliesenleger, dann wäre einer von uns noch in der Werbebranche tätig und ich selber arbeite Elektroniker.

Pädu: Nun, ich arbeite in einem Lettershop in einer Druckerei.

sounds2move: Heavy Metal ist ja nicht nur eine Musikrichtung, sondern ein Lebensgefühl oder auch eine Lebenseinstellung. Beschreibt aus eurer Sicht, was euch der „Heavy Metal“ bedeutet?

Cédric: Meine Lebenseinstellung ist nicht der Heavy Metal, und auch nicht mein Lebensgefühl. Wenn, dann wäre es die Musik generell. Ich bin einfach vom Metal am meisten angetan, weil er meine Persönlichkeit am meisten berührt und wiedergibt. Metal ist roh, laut, und kann einem sehr tiefe Gefühle vermitteln. Es ist das über Bord werfen aller gesellschaftlich auferlegten Zwänge.

Heinz: Für mich ist Metal ein Stück Freiheit, dem ich einige der Besten Momente meines Lebens verdanke.

Norman: Ich habe schon lange aufgehört nach der Musik zu leben, wobei ich nicht der einzige in der Gruppe bin, der so denkt. Wir Investieren zwar all unsere Gefühl in die Musik, aber nicht in das was die Musik umgibt. Viele die unsere Band kennen sind von uns überrascht, weil wir so ganz und gar nicht dem Klischee entsprechen.

Pädu: Seinen Emotionen freien Lauf zu Lassen. Unangepasst sein. Laut sein. Das zu Tun was man will....

sounds2move: Was gefällt euch an der Heavy Metal Szene am besten?

Cédric: Wer weiß?!

Heinz: Ich habe mich mal mit einem Bekannten der in der Schickimicki - Club-Szene zu Hause ist über dieses Thema unterhalten. Ich habe ihm darauf erklärt, dass wenn er mich im Anzug an ein Konzert oder in einen Metaller schuppen begleitet in 10-15  min. einen Gesprächspartner findet. Ich hingegen mit Tourshirt, Lederjacke und Turnschuhen „bewaffnet“ würde schon am Türsteher des Club XY scheitern. Gerade weil es in der Metal Szene viele extreme gibt sind die Metaller (bis auf einige wenige) ein sehr toleranter Haufen.

Norman: Ganz einfach. Die Energie!

Pädu: Eine latente Zusammengehörigkeit. Man sieht Leute mit einem Bandshirt und weis man hat dieselben Musikalischen Basics.

sounds2move: Und auf welche Eigenheiten der Szene könnt ihr gut und gerne verzichten?

Cédric: Siehe Fragen 9, 10, 12 und 13. Dazu noch dummes Geprolle, Frauenherablassung und Jeans Jacken.

Heinz: Auf die oben genannten „einigen wenigen“

Norman: Der ganze Rest! Nein ich mache nur Spaß!

Pädu: Es gibt leider genug Leute die an den Gigs mal einen über den Durst trinken und sich dann von der Musik zu sehr aufpeitschen lassen... Sprich, handgreiflich werden....

sounds2move: Hatte ihr auch schon mit Vorurteilen zu Kämpfen, die viele Aussehnstehende über die Metalszene bzw. über die Leute dieser Szene haben?

Cédric: Bisher noch nicht wirklich. Das Vorurteil Nr. 1 das wir zu hören kriegen, vor allem von der älteren Generation, ist: Das ist doch gar keine Musik mehr! Viele Leute fürchten sich auch vor Metallern, weil sie glauben, sie wären laut, immer betrunken und jederzeit gewaltbereit, was manchmal sogar stimmt.

Heinz: Natürlich, vor allem ärgere ich mich immer wieder über die Leute die sagen Metal sei Lärm. Die meisten dieser Leute kennen keine Band dieser Szene oder nur die Flagschiffe wie AC/DC oder Metallica und sind bei näheren betrachten erstaunt darüber wie vielschichtig die Metalszene ist.

Norman: Zu solchen Leuten behalten wir Distanz, die sollen sich um ihre eigene Angelegenheit kümmern.

Pädu: Ja, das gab es auch schon. Vor allem bezüglich der Langen Haare und dunklen Klamotten. Damals wurde man regelmäßig von den Ordnungshütern angehalten und gefilzt.

sounds2move: Wie seid ihr zur Musik gekommen? Welche Bands haben euch beeinflusst, dienen euch als Vorbild?

Cédric: Zur Musik gekommen bin ich hauptsächlich wegen NIRVANA. Damit eröffnete sich für mich damals eine neue Welt. Weitere Einflüsse sind: TOCOTRONIC, BECK, PANTERA, KORN, SLIPKNOT, MUDVAYNE, um nur einige zu nennen.

Heinz: Phil, Markus und ich sind ja Verwandt und kennen uns folglich von Kindesbeinen an. Dem entsprechend  haben wir auch schon früh begonnen. Markus war als ältester etwa 16. als wir uns entschlossen unter dem damaligen Namen „Crusader“ die Welt zu erobern. Zuvor haben wir Jahre damit verbracht mit selbst gebastelten Gitarren durchs Wohnzimmer zu Rocken. Wie die anderen zur Musik gekommen sind weiß ich nicht, aber ich nehme an es wird ihnen nicht viel anders gegangen sein. Zum Thema Idole und Vorbilder. Es gibt zu viele die uns / mich im Laufe der Zeit beeinflusst und inspiriert haben. Sie alle hier zu nennen würde den Rahmen sprengen.

Norman: Jeder bei uns in der Band ist von anderen Dingen beeinflusst worden, was auch dazu führt das wir oft verschiedener Meinung sind. Doch dass kümmert uns nicht, da wir von all unseren Einflüssen dies und das miteinander vermischen und so zu einem Ganzen formen.

Pädu: Ich war acht Jahre alt, als mein Bruder mir erstmals „Number of the Beast“ abspielte. Von da an war nichts mehr wie vorher. Iron Maiden, das war meine Einstiegsdroge. Später folgten natürlich Metallica, Slayer, Judas Priest, Testament und Megadeth....

sounds2move: Könnt ihr euch noch daran erinnern, welches Album ihr euch als erstes gekauft habt?

Cédric: Das war AEROSMITH mit „Big Ones“.

Heinz: Erste MC: AC/DC – Back in Black, Erste PL:  AC/DC –  For those about to Rock.

Norman: The Sex Pistols J und im Metallischen Bereich müsste es Pantera gewesen sein. Ich bin erst spät zum Metal gestoßen.

Pädu: Iron Maiden „Somewhere in Time“

sounds2move: Welches war das erste Metalkonzert das ihr besucht habt?

Cédric: Hm,....ich glaube das war PORNCHILD, eine Basler Metalband, die es heute aber nicht mehr gibt.

Heinz: Das war im zarten alter von 13 Lenzen das legendäre Superrock `90 im alten Joggeli in Basel mit AC/DC, Metallica, Mötley Crüe, Queensryche und Black Crows

Norman: Faith no More…..glaube ich. Eine großartige Erinnerung! Wahrscheinlich einer der Gruppen, die ihre Epoche am meisten beeinflusst haben.

Pädu: Metallica im Joggeli, Basel (1992)  Mit The Cult und Suicidal Tendencies als Vorbands

sounds2move: Und wann und wo habt ihr selber eueren ersten Live-Auftritt absolviert? Könnt ihr ein wenig darüber erzählen?

Cédric:  Mit 15 Jahren mit meiner damaligen Schülerband INHALE auf dem Abschlussball. Jaja,...die Anfänge.....

Heinz: An den ersten Auftritt mit CROWN OF GLORY erinnere ich mich gerne zurück. Das war am 27.05.2000 im Down Town Club in Solothurn zusammen mit den Kollegen von Pertness. Währen des Konzertes ging die Endstufe in Rauch auf, was uns unser damaliger Drummer wild mit den Armen rudernd anzuzeigen versuchte. Ein Bild für die Götter.

Norman: Das war an einem Dorfest. Wir waren dementsprechend Nervös und auch schlecht. Damals hatten wir noch versuchsweise eine Sängerin in der Gruppe, doch es war nicht sehr überzeugend. Das muss ich eingestehen.

Pädu: Oh je, das war ca. 1993 an einer Geburtstagsparty in einer Waldhütte. Wir waren Grottenschlecht! Zum Glück hatten die Besucher und wir genug Alkohol in griffweite um diesen Umstand überspielen....

sounds2move: Viele Bands aus der Undergroundszene spielen Coverversionen von bekannten Songs. Habt ihr auch Coverversionen im Angebot oder  gibt es einen Song den ihr gerne Mal auf eure Art neu einspielen würdet?

Cédric: Das mit den Coverversionen ist so eine Sache. Für uns gibt es nur zwei Gründe dafür, wann man eine Coverversion machen darf. Einerseits wenn man den Song in einer viel besseren Version spielt, oder wenn man ihn derartig umgestaltet, dass man Mühe hat ihn zu erkennen. Alle anderen Arten eine Coverversion zu machen sind wie Heavy Metal Solis: Reines Gewichse um sich groß zu tun, oder seine mangelnde Kreativität zu überdecken!

Heinz: Wir haben uns eigentlich schon früh entschieden nur mit eigenem Material zu arbeiten. Wir haben lediglich zwei Songs aufgearbeitet, die ehemalige Bandmember von ihren Vorgängerprojekten mitgebracht haben. Erst dieses Jahr (2005) wurden wir von einem Veranstalter für einen Gig unter dem Motto „Breaking the Reinheitslaw“ gebucht mit der bitte das alle Bands des Abends den Priest Klassiker „Breaking the Law“ spielen sollen. Wir haben uns auf dieses Experiment eingelassen und den Song so arrangiert, dass er tönt wie ein CROWN OF GLORY Song. Das Ergebnis hat den Leuten so gefallen, dass der Song bei den letzten Gigs ein fester Bestandteil des Sets geworden ist.

Norman: Wie versuchen das spielen von Coverversionen zu vermeiden, trotzdem übernehmen wir ab und zu gewisse Einflüsse von anderen Bands.

Pädu: Wir haben derzeit zwei Covers in der Hinterhand, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Zum einen Slipknot „Duality“ zum anderen Pennywise „Bro Hymn“

sounds2move: Gibt es eine Coverversion von einer etablierten Metalband, die euch besonders gut gefällt? Wenn ja welche wäre das und wieso?

Cédric: Metalbands haben ihre liebe Mühe damit, gute Coverversionen zu machen. Aber die gesamte zweite Platte von Fantomas, welche ja praktisch nur Coverversionen enthält, finde ich umwerfend. Total eingängige Filmmelodien derart unkonventionell zu bearbeiten ist eine Meisterleistung. Andersherum gibt es eine Basler Country Band namens HANDSOME HANK AND HIS LONESOME BOYS die eine supergeile Coverversion von SOUNDGARDEN’s “Black Hole Sun” gemacht haben. Unbedingt reinziehen!

Heinz: Eine wirklich gelungene Coverversion finde die neue Interpretation des Accept klassikers „Metal Heart“ von Dimmu Borgir. Aber auch Nightwish’s Version von Gary Moores „Over the Hills and far away“…und, und, und.

Norman: Nein, ich wüsste keine.

Pädu: Das ist für mich ganz klar Nevermore mit „Sound of Silence“ ! Was die Jungs aus diesem Song gemacht haben ist einfach Wahnsinn. Schon mit dem Judas Priest Cover „Love Bites“ haben die Kerle gezeigt das sie Songs nicht nur einfach nachspielen sondern völlig neu interpretieren....

sounds2move: Wenn ihr im Allgemeinen so eine Art „Best of“ von Heavy Metal Songs zusammenstellen müsstet, welche vier Songs würde ihr auswählen und wieso?

Cédric:  Anthrax: Indians / System of a Down: Sugar / Korn: Blind / Probot: „Ice cold man”

Heinz: Vier Songs...tja es gibt so viele tolle Songs Z.B.: Pretty Maids – Future World / Stratovarious – Hunting high and Low /  Metallicas – Master of Puppets / Subway to Sally -  Ohne Liebe……Ach es gibt einfach zu viele

Norman: Buh diese Frage ist unmöglich zu beantworten. Es gibt so viele gute Songs, da kann ich mich nicht auf nur 4 Stück festlegen.

Pädu:  Fear Factory „Demanufacture“ – Dieser Song ist eine Lehrstunde in Sachen Brachialität und Bombast! Eine der fettesten Produktionen aller Zeiten! Slayer „Raining Blood“ – Muss man dazu noch was sagen? Slayer, Slayer, Slayer! Judas Priest „Painkiller“ – Ein tritt in die Familienjuwelen von den Metal Gods! Halsbrecherische Riffs, Pumpender Rhythmus, Halfords schneidender Gesang. Einfach nur geil! Nevermore „Dead Heart in A Dead World“ – Ein apokalyptischer Rifforkan. In jeder Hinsicht erhaben....

sounds2move: Ich nenn nun ein paar Bandnamen und ihr sagt mir bitte eure Meinung zu den Bands:

Queen

Cédric: Sehr große Künstler. Obwohl ich mit ihrem Sound nicht so vertraut bin, und er mir auch nicht immer gefällt, erkenne ich die Großartigkeit dieser Band an. Die haben ja schon beinahe virtuose klassische Musik gemacht.

Heinz: Eine Götterband, mit einem Göttersänger schlicht eine Legende

Norman: Wow! Es ist schwer diese Band noch mehr zu Loben, als dies nun schon gemacht wurde. Von den großen sind sie die ganz großen.

Pädu: Genial, sie haben wohl ein eigenes Genre verdient. So zeitlos wie Queen ist keine andere Band. Zudem hatten sie einen der großartigsten Sänger aller Zeiten.

Iron Maiden

Cédric: Nicht so mein Fall. Haben sich nie verändert oder weiter entwickelt. Der dumme Freddie grinst einem ja nach 30 Jahren immer noch von Albumcover aus an.

Heinz: Die eisernen Jungfrauen, eine Band mit vielen Ups and Downs. Verantwortlich für viele Klassiker des Heavy Metal

Norman: Oups es ist wirklich notwendig, dass ich antworte?  Ich war nie Fan. Vor allem wiederholen sie sich nur und das seit 25 Jahren.

Pädu: Haben wohl einige der bedeutendsten Metalsongs geschrieben. Sind für mich eine der größten Bands überhaupt. Doch leider auch eine große (Live) Enttäuschung. Der Gig im Hallenstadion war eine Katastrophe! Sorry, aber das war echt Sch..sse!

Black Sabbath

Cédric: Auch eine großartige Band. Für die damalige Zeit echt neu und revolutionär. Besonders der Gitarrist hatte Riffs drauf, die fast schon überirdisch waren.

Heinz: In ihren Anfängen genial sicherlich wegweisend für viele nachfolgende Metal Bands. Nach dem Weggang von Ozzy und Ronny ein Schatten der einstigen Sabbat die höchstens noch durch ihre ewigen Reunion Gerüchte von sich reden macht.

Norman: Ich habe diese Gruppe noch nie gehört, sondern das Zeitalter einfach übersprungen. Ich kann mir nun schon die Kommentare der Leser vorstellen ;)…trotzdem sind sie wohl eine bedeutende Band.

Pädu: Genregründer und Überväter der Metalszene, haben leider nicht die Konsequenz von Iron Maiden gehabt.

Nightwish

Cédric: Konserven-Metal der übelsten Sorte. Eine sexy Frauenstimme und ein nerviges Keyboard reichen nicht aus, um Altbackenes zu übertünchen.

Heinz: Eine Band die zu Recht erfolgreich ist. Ein Wegbereiter für eine ganze Metal sparte. Tolle Songs, tolle Stimme und tolle Musiker. Haben durch ihren Erfolg viele Neider. 

Norman: Kein Kommentar ;)

Pädu: Naja, sie haben viel erreicht mit Ihrem Sound. Vor allem im Fahrwasser von Evanescence! Mir gefallen The Gathering wesentlich besser...

Rammstein

Cédric: Eine große deutsche Band dieser Jahre. Früher habe ich wie so viele nicht verstanden, was sie genau machen, ich dachte es wären einfach Nazis. Oder Typen die sich einfach als Nazis ausgeben um erfolgreich zu sein. Aber besonders ihr Album „Reisen, Reisen“ ist der Hammer. Man merkt dabei, dass sie sich weiterentwickelt haben, und sich nicht scheuen, das auch zu veröffentlichen. Die machen Kunst!

Heinz: Für mich ein Beispiel für die rohe Energie die Metal transportieren kann. Neben anderen Bands sicherlich DER Wegbereiter für viele Bands mit deutschen Texten. Und eine geniale Live Band habe noch nie so viele Pyro Effekte auf einem Haufen gesehen machen sogar Kiss   Konkurrenz

Norman: Grosse Musik, aber kein guter Groove

Pädu: Bis zum Album „Mutter“ fand ich die Jungs echt zum Kotzen. Doch dann sah ich spät abends auf Viva das Video zu „Sonne“. Das hat meine Meinung schlagartig geändert! Nach „Mutter und „Reise Reise“ sind sie für mich ganz klar die beste deutschsprachige Band.

Samael

Cédric: Kenne ich nicht so gut, aber was ich kenne finde ich geil!

Heinz: Eine Schweizer Band die es geschafft hat. Die Pioniere des mit Samples versetzten Düstermetals. Vor allem durch ihre `96 Album „Passage“ und die `99 Scheibe „Eternal“ sind richtungweisend für eine ganze Generation. Zusammen mit Celtic Frost wohl die Band, welche die Geschichte des Black und Death Metal am meisten mit geprägt hat.

Norman: Noch nie gehört

Pädu: Die beste Schweizer Liveband ! Sie haben Ihren eigenen Stil kreiert. Keine andere Band klingt wie Samael. 

Shakra

Cédric: Kenne ich nicht

Heinz: Die Jungs von Shakra, eine lustige Truppe mit denen es immer vie zu Lachen gibt. Wir hatten das Vergnügen schon mehrere Male im Vorprogramm der Berner Rocker spielen zu dürfen. Ich hoffe, das ihnen die neue Plattenfirma und ihre neue CD den Erfolg bring den sie verdienen.

Norman: Kenn die Band nicht.

Pädu: Dazu kann ich mich nicht äußern. Ich weis wer sie sind, kenne ihre Arbeit aber nicht....

Ayreon

Cédric: Kenne ich nicht

Heinz: Arjen Anthony Lucassen! Der holländische Tausendsassa. Der sich nach fünf Vengeance Alben mit seinem Ayreon Projekt einen Meilenstein Erschaffen hat, und neben her noch in unzähligen Nebenprojekten und Gastauftritten sei Können beweist. Einfach spitze. Mein Favorit ist Star One – Space Metal.

Norman: Auch dieser Name sagt mir nichts

Pädu: Interessantes Projekt, ein Sammelsurium der besten Sänger im Rock/Metalbereich. Musikalisch ansprechend, für mich persönlich zeitweise etwas zu Retro....

sounds2move: Könnt ihr einen Künstler oder eine Band aus der Mainstream Szene nennen, der euch besonders gefällt und wieso?

Cédric: TOOL, MUDVAYNE, BECK, MARYLIN MANSON, SEVENDUST, TOM WAITS, PRIMUS, BEATSTEAKS, usw.

Heinz: Robbie Williams, der hat sich von seinen Fesseln lösen können und ist zum Trendsetter geworden. Robbie ist trotz Mainstream noch für Skandale gut, also hat er sich ein klein wenig Rock `n Roll bewahrt.

Norman: Ich mag Gruppen wie Limp Bizkit, auch wenn ich nicht jeder ihrer Songs gut finde. Sie sind halt ein typisches MTV Produkt, die einem gewissen Schema entsprechen. Aber trotzdem gefällt mir wie überzeugend sie Groove und Energie miteinander vermischen und auch die Leistung von Fred Durst respektiere ich. Auf der anderen Seite wären da noch Audioslave, wobei ihr letztes Album eher ein Kompromiss und sehr Kommerziell war. Trotzdem finde ich es gut und die Stimme von Cornell ist wirklich außergewöhnlich. Ihre Alben anzuhören ist für mich das reinste vergnügen.

Pädu: Oasis, es sind zwar Selbstverliebte, arrogante, hochnäsige, egozentrische, psychopatische Idioten, aber sie können verdammt gute, eingängige Songs komponieren.....

sounds2move: Und welcher Künstler oder Band aus der Mainstream Szene gefällt euch ganz und gar nicht? Und wieso?

Cédric: Alles was phantasielos und eine Beleidigung fürs Ohr ist. All diese betont sexuellen Acts, bei denen sogar der dümmste Bürger schnallt, dass die Musik explizit für den Konsumenten gemacht ist.

Heinz: Alle diese Retorten Bands die von einer Plattenfirma gecastet werden um anderen Fäden wie Marionetten zu hüpfen, ausgesaugt und danach weggeschmissen zu werden. Eigentlich sind die ja zu bedauern.

Norman: Ich weiß nicht wie ich darauf Antworten soll, da ich nur Künstler beachte die mich Interessieren.

Pädu: All den ganzen Hip Hop und R ’n B Shit der unseren Musikmarkt überschwemmt. Das klingt alles genau gleich. Aber dem Konsument scheint’s ja egal zu sein....

sounds2move: Welches Land, außer der Schweiz, ist für euch eine Heavy Metal Nation und wieso?

Cédric: Der Osten, also Polen, Ukraine usw. Von dort kommen viele geile und innovative Metalbands. Und auch Schweden. Die haben lange Bärte, und das raue Klima stählt sie für böse Musik.

Heinz: Ich glaube es gibt keine Heavy Metal Nation schlecht hin. Vielmehr ist Heavy Metal Nation ein Grenzüberschreitendes Projekt. Eine kleine aber feine Gesellschaft die seines gleichen sucht.

Norman: Schwer zu sagen. Jedes Land ist auf eine andere Art „Metal“, jedes Land hat seine Besonderheiten sowohl im Positiven und Negativen Sinn. Es ist teilweise noch witzig und überraschend, wenn man anhanden der Musik zu erraten versucht aus welchem Land eine bestimmt Gruppe kommt.

Pädu: Germany, die haben einige der geilsten Metal Open Airs, Metal Clubs, Metalbands. Das muss ne Metal Nation sein !  

Interview: Nando Rohner, Ausarbeitung: Nando Rohner & Markus Rutten - www.sounds2move.de

Labelhomepage: www.quamlibetrecords.ch
Corwen : http://corwen.sikknezz.ch/
Crown of Glory: http://www.crown-of-glory.ch/home.htm
Arise: http://www.arisemusic.ch/
Motu Proprio: http://www.motuproprio.com